MOW (Oelsnitz / Erzgebirge) Nr.6
„Quince“
Wäre MOW´s Figur aus Fleisch und Blut statt aus Styropor, Gips und Beton, dann könnte man Quince ungefähr so beschreiben: Ein feinsäuerliches, leicht bitteres Zitrusaroma und eine dezent ausufernde Adipositas kombiniert mit einem konsequent ablehnendem Gesichtsausdruck - das ist Qince. Qince ist nicht nur eine Figur, Quince ist eine Haltung. Gepflegte Ignoranz, gleichgültig gegenüber dem Dasein, stoisch der Welt den Arsch zugewandt. Das muss man erst mal aussitzen!
Der Oelsnitzer Künstler Martin MOW Tretner zeichnet sich durch einen engagierten Stil und durch die Mischung von Techniken wie Spraylack, Markern, Airbrush und Collagen aus. Seine markanten, illustratorischen Fähigkeiten setzt er in Kinderbüchern und Comics um. In seinen zeichnerischen Arbeiten kombiniert er bewusst übertriebene Perspektiven mit überzeichneten Charaktären und stark ausgearbeiteten Details. Seine Figuren nimmt er dennoch sehr ernst und integriert sie erzählerisch in ihre Bildlandschaft.
Seine malerisches Werk ist eher geprägt von starken bildlichen Metaphern, die gesellschafts- und sozialkritische Inhalte transportieren. Eine figürliche, teilweise fotoreale Ausdrucksweise kommt hier, bedingt durch die Arbeit mit Spraylack, zum Ausdruck. Ein wichtiges Element in seinen Arbeiten ist auf jeden Fall auch der Humor bis hin zur beissenden Ironie. Das lachende Auge findet man immer wieder in der ein oder anderen Form, die Kinder ebenso anspricht wie Erwachsene.
MOW über MOW: „Ich mochte schon immer Bilder, die eine Story haben. Kunst sollte, denke ich, schon irgendwie nachdenklich machen. Und das ist auch mein Anspruch an meine Bilder. Ich versuche Stimmungen zu erzeugen und Geschichten zu erzählen, ohne dabei die Dinge zu bewerten.“
Markus "Zone56" Esche (Glauchau) Nr.7
o.T.
Markus Esche aka Zone 56 arbeitet bevorzugt mit der Sprühdose, Stift und Schablone. Mit diesen Tools ist aus seiner Leidenschaft für Styles und Hip Hop nicht nur eine eigenständige Form von Fotorealismus gewachsen sondern eine vielfältige Form des künstlerischen Ausdrucks von der Malerei bis zur Installation.
Seine fotorealistische Malweise mit der Dose zeigt er seit 2010 regelmäßig in Ausstellungen. 2015 schloss er sich der Crew um Rebel Art an – seither sind seine realistischen Fassadengestaltungen deutschlandweit aber vermehrt im Großraum Sachsen zu finden. Ebenso ist er seit 2014 Teil des Künstlerkollektivs „Freizeitgruppe Gestaltung“, mit dem er in den Bereichen Installation, Performance und Aktionskunst agiert.
Markus Esche über sich selbst: „Meine abstrakten Sachen fließen. Die Hand mit der Dose sucht sich ihren Weg und zieht eine Linie, an der alle anderen Linien ausgerichtet werden. Diese Linien sind meistens eine verformte Kopie der vorangegangen Linie. Somit entsteht ein wellenförmiges Gebilde was durch seine besondere Form Tiefen und Höhen erzeugt. Die Bilder entstehen eher aus Zufall und intuitiv. Desweiteren nutze ich das Medium Foto, um es künstlerisch auf die Leinwand oder Wand zu projizieren. Ich arbeite teilweise mit meinen Fingern in die Farbe hinein damit es nicht zu steril und sauber wirkt.“
Guido Zimmermann (Frankfurt a.M.) Nr.8
„Ich schaue in die Welt…“
Das „Magic Square“ ist ein quadratisches Merkmal in Zimmermanns Werk. Es schwebt als Gedanke über den Köpfen in der Malerei; könnte ein Pixelfehler sein oder ist einfach ein gestalterisches Element.
Hier ist es zu einem Objekt geworden und verkörpert eine Korrelation zwischen Digitaler Welt und Mensch. Das Portrait ist nur über die Wasserspiegelung sichtbar. Es ist ein Blick auf sich selbst und gleichzeitig ein Blick in die Welt…
Das Werk von Guido Zimmermann erinnert einen daran, dass Kunst nicht nur ins Museum, sondern auch in den öffentlichen Raum gehört. Er ist einer der wenigen Künstler, die erkannt haben, dass die architektonische Landschaft von Städten eine wichtige kulturelle Funktion ausüben kann. Als Leinwände dienen dem Frankfurter Künstler nämlich große Fassaden im urbanen Raum und alles was sich bemalen lässt. So werden die Metropolen Europas zu riesigen Freiluftgalerien.
Der Graffitist und Maler hat eine faszinierende Form gefunden, moderne Meisterwerke zu kreieren, die einen hohen Unterhaltungswert besitzen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Dabei lässt er sich weder auf einen Stil noch auf ein bestimmtes Medium festlegen. Er malt auf Leinwände, führt gigantische Murals aus und fertigt immer wieder auch Skulpturen an.
Kera (Berlin) Nr.97
"Pool Painting"
Pool Painting lädt sie ein zu Interagieren. Beobachten sie das Gemälde unterwasser, wie eine gerade Linie als eine Kurve erscheint, wie ein Farbfeld tänzelt.
Unsere Wahrnehmungen sind Teil der visuellen Absicht des Malers. So macht er sich die optischen Phänomene der Lichtbrechnung auf der Wasseroberfläche zu eigen und dynamisiert seine Malerei durch Reflektion, Brechung und Verzerrung.
Sie sind herzlich eingeladen ihre Schuhe auszuziehen und aufmerksam im Becken zu waten. Denn die Bewegung im Wasser zeigt erst das Gesehene und erfrischt das Sehen. Diese Installation erzählt als begehbares Gemälde vom Wechselspiel zwischen Betrachter und Künstler über ein Medium. In diesem Zusammenwirken entsteht ein gemeinschaftliches Kunstwerk.
Der 1985 in Berlin geborene Künstler Christian Hinz aka Kera beschäftigt sich seit über 23 Jahren mit Farben, Drucktechniken und Fassadenmalerei. Seine Arbeiten sind geometrisch abstrakt, aber doch räumlich zugleich, dabei spielen Grafik und Ästhetik eine große Rolle. Sowohl die Umgebung und die dazugehörige Farbwelt, als auch Impulse aus seiner Liebe zum Haptischen und Handwerklichen fließen oft mit ein.
In seinen Arbeiten spiegeln sich sein Grafikdesign Studium und seine Leidenschaft zur Linie, Struktur und Fläche sichtbar wieder, auch der jahrelange Umgang mit der Sprühdose, Wandfarbe und Pinsel färbt seinen Stil. Am liebsten beschäftigt er sich mit großformatigen Wänden, die zu produzierende Fläche kann für ihn nicht groß genug sein. Seine Wandbilder und Kunst am Bau-Projekte sind weltweit verteilt, von Katar, Großbritannien, über Mexiko bis in verschiedene europäische Regionen. Auch in Galerien und auf zahlreichen Messen ist er vertreten, hierfür gestaltet er Leinwände und Objekte in seinem Stil auf komprimierte und detaillierte Weise.
Seit 2012 arbeitet er als freischaffender Künstler. Seine Begeisterung für Siebdruck gibt er seit 2019 als Lehrbeauftragter für Drucktechniken an der Jugendkunstschule Steglitz weiter.
Quelle: Kera
Kera (Berlin) Nr.98
o.T.
Der 1985 in Berlin geborene Künstler Christian Hinz aka Kera beschäftigt sich seit über 23 Jahren mit Farben, Drucktechniken und Fassadenmalerei. Seine Arbeiten sind geometrisch abstrakt, aber doch räumlich zugleich, dabei spielen Grafik und Ästhetik eine große Rolle. Sowohl die Umgebung und die dazugehörige Farbwelt, als auch Impulse aus seiner Liebe zum Haptischen und Handwerklichen fließen oft mit ein.
In seinen Arbeiten spiegeln sich sein Grafikdesign Studium und seine Leidenschaft zur Linie, Struktur und Fläche sichtbar wieder, auch der jahrelange Umgang mit der Sprühdose, Wandfarbe und Pinsel färbt seinen Stil. Am liebsten beschäftigt er sich mit großformatigen Wänden, die zu produzierende Fläche kann für ihn nicht groß genug sein. Seine Wandbilder und Kunst am Bau-Projekte sind weltweit verteilt, von Katar, Großbritannien, über Mexiko bis in verschiedene europäische Regionen. Auch in Galerien und auf zahlreichen Messen ist er vertreten, hierfür gestaltet er Leinwände und Objekte in seinem Stil auf komprimierte und detaillierte Weise.
Seit 2012 arbeitet er als freischaffender Künstler. Seine Begeisterung für Siebdruck gibt er seit 2019 als Lehrbeauftragter für Drucktechniken an der Jugendkunstschule Steglitz weiter.
Quelle: Kera
