Markus "Zone56" Esche (Glauchau) Nr.25

o.T.

Grundlage dieser Arbeit ist eine zerstörte Bilddatei. Das JPG-Format ist im übetragenen Sinne eine mit Strom funktionierende Maschine, die ein Bild aus tausenden einzelnen Farbwerten, Pixeln, generiert. Gibt es in dieser Maschine einen Fehler, zerbricht das Bild in Artefakte die ein abstraktes, nicht mehr zuordenbares Element erzeugen. Ein Bild ohne Funktion. Damit stellt der Künstler wieder einen Bezug zu den noch vorhandenen aber demontierten und dysfunktionalen Elektroelementen im UWE her.

Markus Esche aka Zone 56 arbeitet bevorzugt mit der Sprühdose, Stift und Schablone. Mit diesen Tools ist aus seiner Leidenschaft für Styles und Hip Hop nicht nur eine eigenständige Form von Fotorealismus gewachsen sondern eine vielfältige Form des künstlerischen Ausdrucks von der Malerei bis zur Installation.

Seine fotorealistische Malweise mit der Dose zeigt er seit 2010 regelmäßig in Ausstellungen. 2015 schloss er sich der Crew um Rebel Art an – seither sind seine realistischen Fassadengestaltungen deutschlandweit aber vermehrt im Großraum Sachsen zu finden. Ebenso ist er seit 2014 Teil des Künstlerkollektivs „Freizeitgruppe Gestaltung“, mit dem er in den Bereichen Installation, Performance und Aktionskunst agiert.

Markus Esche über sich selbst: „Meine abstrakten Sachen fließen. Die Hand mit der Dose sucht sich ihren Weg und zieht eine Linie, an der alle anderen Linien ausgerichtet werden. Diese Linien sind meistens eine verformte Kopie der vorangegangen Linie. Somit entsteht ein wellenförmiges Gebilde was durch seine besondere Form Tiefen und Höhen erzeugt. Die Bilder entstehen eher aus Zufall und intuitiv. Desweiteren nutze ich das Medium Foto, um es künstlerisch auf die Leinwand oder Wand zu projizieren. Ich arbeite teilweise mit meinen Fingern in die Farbe hinein damit es nicht zu steril und sauber wirkt.“

Nense Gomez (Berlin/Chile) Nr.26

o.T.

Nense Gomez ist bekannt für seine unverwechselbare, nostalgisch anmutende und zugleich moderne Farbpalette, seine klaren Silhouetten und seine kühnen Pinselstriche. Seine Arbeiten spiegeln die Schnittstelle zwischen seiner persönlichen Geschichte und seiner Sicht auf die aktuelle soziale und emotionale Lage weltweit wider. Sein Stil, der grafi sche und malerische Techniken miteinander verbindet, weist avantgardistische Einfl üsse wie Futuris- mus, Abstraktion und Kubismus sowie Einfl üsse des zeitgenössischen Pop-Muralismus auf.

Gregorio Alvarez (Leipzig/Chile) Nr.27

„720 Meter“

Gelb-schwarzes Sicherheitsband wird als zentrales Material verwendet und untersucht dessen Bedeutung von Signalisation und Kontrolle. Durch Wiederholung und Verschiebung verliert das Band seine warnende Funktion und erzeugt eine instabile Raumerfahrung. Der Raum wird zum Spannungsfeld zwischen Wahr-nehmung und alltäglichem Materialgebrauch.

Meine Arbeit konzentriert sich auf die Intervention im öffentlichen Raum durch verschiedene Medien und Formate, wobei die Wiederholung von Geometrien und optische Täuschungen die Hauptrolle spielen.

Zurzeit experimentiere ich mit Klebebandkunst und untersuche die Interaktion zwischen visueller Wahrnehmung und der Konstruktion optischer Täuschungen durch ein scheinbar einfaches Material: gelbes und schwarzes Sicherheitsband.

Mit diesem Material möchte ich untersuchen, wie sich wiederholende geometrische Muster, das Spiel mit Maßstäben und künstliche Bewegungen unsere Interpretation der Realität in Frage stellen und unerwartete Sinnes- erfahrungen erzeugen können.

Ondrei Bo (Chemnitz/Ukraine) Nr.28

o.T.

Hinter dieser, auf den ersten Blick, eher fantastisch - fantasievoll - positiv anmutendenden Arbeit, steckt das Alltagserleben des Künstlers im Ukrainekrieg. Er beschreibt damit einen Zustand der Gewöhnung an die ständigen Bombardements, und Kriegsfolgen in seiner Heimatstadt Donezk. Ein Zustand der kurz davor ist, dass aus Entsetzen, Furcht und Trauer, absolute Gleichgültigkeit und Stumpfheit werden.

Ondrei Bo - ist ein ukrainischer Künstler, der im Realismus-Stil arbeitet. Er meistert die Kunst der Licht- und Schattensetzung, um das Leuchten von Objekten in seinen Werken einzufangen. Seine Fähigkeit, das Licht zu lenken, verleiht seinen Gemälden eine besondere Tiefe und Dimension. Die bevorzugte Farbpalette ist lebendig und intensiv, und er nutzt sie, um die Atmosphäre seiner Gemälde zu verstärken.

Durch seine Kunst zieht er die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Schönheit und Einzigartigkeit alltäglicher Dinge. Seine Gemälde spiegeln oft gewöhnliche Momente des Lebens wider, die oft übersehen werden, aber durch seine Darstellung werden sie zu einem faszinierenden Blickfang. Indem er das Gewöhnliche in außergewöhnlicher Weise darstellt, ermutigt Ondrei Bo die Menschen, ihre Umgebung mit neuen Augen zu sehen und die verborgene Schönheit im Alltäglichen zu entdecken. Manchmal benutzt Ondrei Bo stilisierte Charaktere, um seine persönliche Vision der Welt und seine Einstellung zum Alltag auszudrücken. Durch diese Figuren können Betrachter einen Einblick in seine Gedankenwelt und seine künstlerische Interpretation des Lebens erhalten. Seine Werke laden dazu ein, sich in eine Welt einzutauchen, die gleichzeitig vertraut und doch voller Überraschungen ist. Quelle: Ondrei Bo

Toymaster Flash (Jena) Nr.29

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Der aus Jena stammende Toymaster Flash aka Michael Drosdek ist ein vielseitiger Maler und Graffitikünstler. Seine künstlerische Bandbreite reicht von klassisch-figürlicher, beinahe barocker Malerei bis hin zu abstrakten Farb- und Linienkompositionen. Inhalt und Form seiner Arbeiten verändern sich dabei stets mit Umgebung, Thema und Schaffensgefühl. Immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen entwickelt er seine Malerei konsequent weiter und schlägt neue Richtungen ein, sobald eine Form für ihn auserzählt scheint. Dabei bleibt seine Kunst unabhängig von äußeren Erwartungen und festen Zuschreibungen.

Neben seiner eigenen Arbeit engagiert er sich in Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Als ehemaliges Mitglied des Jenaer Kollektivs „Farbgefühl“ vermittelt er Kreativität und Techniken rund um Spraydose, Stencils und andere Methoden - dabei geht es um weit mehr als nur das Erlernen von Technik.

Nnamari (Niederlande) Nr.99

o.T.

Die in Rotterdam lebende ungarische Künstlerin Annamaria Pisak / Nnamari lebt und arbeitet seit 2010 in den Niederlanden. Sie hat eine Ausbildung als Fotografin absolviert, und gelangte über die Beschäftigung mit der Streetart zur Malerei.

Ihre Arbeiten sind fast immer schwarz-weiß, mit geraden Linien und geometrischen Formen, die willkürlich kreiert und positioniert werden, aber immer innerhalb einer bestimmten Spielregel.

Ihre Interessen sind breit gefächert: Op-Art, Geometrie, moderne, industrielle, brutalistische Architektur, Post-Graffiti, digitale Kunst, Science-Fiction, Futurismus. Dies sind ihre Hauptinspirationsquellen. Sie arbeitet mit verschiedenen Medien, Formaten und Materialien, darunter Wandmalereien,Leinwand, Papiercollagen und Gussbeton.

Kera (Berlin) Nr.100

o.T.

Der 1985 in Berlin geborene Künstler Christian Hinz aka Kera beschäftigt sich seit über 23 Jahren mit Farben, Drucktechniken und Fassadenmalerei. Seine Arbeiten sind geometrisch abstrakt, aber doch räumlich zugleich, dabei spielen Grafik und Ästhetik eine große Rolle. Sowohl die Umgebung und die dazugehörige Farbwelt, als auch Impulse aus seiner Liebe zum Haptischen und Handwerklichen fließen oft mit ein.

In seinen Arbeiten spiegeln sich sein Grafikdesign Studium und seine Leidenschaft zur Linie, Struktur und Fläche sichtbar wieder, auch der jahrelange Umgang mit der Sprühdose, Wandfarbe und Pinsel färbt seinen Stil. Am liebsten beschäftigt er sich mit großformatigen Wänden, die zu produzierende Fläche kann für ihn nicht groß genug sein. Seine Wandbilder und Kunst am Bau-Projekte sind weltweit verteilt, von Katar, Großbritannien, über Mexiko bis in verschiedene europäische Regionen. Auch in Galerien und auf zahlreichen Messen ist er vertreten, hierfür gestaltet er Leinwände und Objekte in seinem Stil auf komprimierte und detaillierte Weise.

Seit 2012 arbeitet er als freischaffender Künstler. Seine Begeisterung für Siebdruck gibt er seit 2019 als Lehrbeauftragter für Drucktechniken an der Jugendkunstschule Steglitz weiter.

Quelle: Kera

Gosp (Leipzig) Nr.30

o.T.

In seinen figürlichen Prozessen erschafft Gosp seine eigene Bildsprache und entwickelt neue sowie unterschiedlichste mystische Wesen. Der Künstler kreiert eine eigene Welt mit ihren ganz individuellen und lebendigen Bewohnern darin.

Seine Arbeiten stehen stark im Zusammenhang mit unbewussten sowie zufälligen Prozessen und sind im Ergebnis als sehr persönlich zu verstehen.

Mittels einer für die Fassadenmalerei individuellen „Dotwork“-Technik entsteht in der Kombination mit seinen Figuren ein markanter Wiedererkennungs wert. Die figürlichen Kompositionen werden häufig mittels einer präzisen grafischen Technik Halt gebend ergänzt und in Szene gesetzt.

Guido "Rebelism 73" Günther (Chemnitz) Nr.31

o.T.

Ein Organismus wächst, gedeiht, dehnt sich aus und verbreitet sich auf den Wänden des UWE. Schutzgeister, aus einem allumfassenden Wesen geboren, reproduzieren sich mit sich selbst. Das Universum steht nicht still, es erweitert sich in den ganzen Raum, auf Türen, über Fenster und Ecken. In dieser markant, figürlichen Explosion des Lebendigen blitzt immer noch die Dynamik eines Styles hindurch - der „Rebelism“ wächst mit.

Guido Günthers „Guardians“ basieren auf der Gaia-Hypothese des Wissenschaftlers James Lovelock. Diese Theorie beschreibt die Erde als lebendes, selbstregulierendes System, in dem alle Organismen und die Umwelt in einer komplexen Symbiose zusammenwirken. Der Künstler sieht unseren Planeten und die Lebewesen darauf als kleinere Teilchen eines größeren Organismus, den wir als Universum wahrnehmen. Für ihn spiegelt sich das Große im Kleinen wider,und die „Schutzgeister“ sowie Gaia symbolisieren diesen umfassenden Organismus.

Rebelism 73 ist nicht nur das Pseudonym des Künstlers Guido Günther, sondern auch wahrlich bezeichnend für seinen intuitiven Malstil. Der Kontrast zwischen schwungvollen Strichen und kräftigen Linien, zwischen düsteren Flächen und farbigen Akzenten, spiegeln die Dynamik und Spontanität jeder Schaffensphase wieder.

Im Jahr 1994 begann seine künstlerische Laufbahn in der er sich stets neu erfand. Angefangen mit Graffiti malte er bevorzugt seinen Künstlernamen mit temperamentvollen Buchstaben. Im Laufe der Zeit lösten sich diese jedoch immer mehr von der Begrenzungen der einzelnen Zeichen und verwandelten sich Stück für Stück in abstrahierte Figürlichkeit. Diese „Schutzgeister“ versuchen nun in einer Art apokalyptischem Endzeitszenario mit all ihrer Macht eine neue Welt im Geiste des Einklanges mit der Natur zu erschaffen.

Neben seiner freien Tätigkeit als Künstler ist er darüber hinaus seit 1994 bekannt durch seine Dienstleistungen im Bereich der Fassadengestaltungen. Bis heute schmücken zahlreiche seiner Werke ganz Deutschland, vermehrt aber den Großraum Sachsen. Aufgrund seines Erfolges gründete Guido Günther schon 2002 das Unternehmen REBEL ART.

Herr Orm (Dortmund) Nr.32

o.T

Herr Orm aka Markus Becker ist zum einen Sozialarbeiter in Recklinghausen, der Graffiti in der Jugendarbeit nutzt und zum anderen ein einzigartiger Künstler. Seine Malereien sind geprägt von einem freien, sehr grafischen und wunderschön rotzigen Strich. Seine Inspiration, ist das Alltägliche, das spontane Geschehen um ihn herum und all das was ihm beim Malen in den Sinn kommt. Absurde Wesen, irgendwie, irgendwo zwischen Tier, Mensch und Einrichtungsgegenstand einzuordnen, besiedeln seine Gedankenwelt, die er uns auch mit einem lachenden Auge entgegen knallt. Seine Wurzeln liegen im Graffiti dessen Grenzen er aber regelmäßig sprengt. Neben der Arbeit mit der Dose installiert Herr Orm auch mal, collagiert, baut Plastiken oder bemalt Turnschuhe wenn es sich ergibt. Frei von der Leber weg, Herr Orm halt.

Slex Nenskat (Plauen) Nr.33

„Identität im Rudel“

In einem warmen, fast sakralen Raum formen schwarze Hunde meinen Namen, drei weitere stehen wie Wächter davor. Ihre rosa Analelemente setzen einen surrealen Akzent. Im Hintergrund rote und blaue Hunde – Sinnbilder für Emotion und Dualität, Chaos und Harmonie. Ein provokantes Spiel aus Identität, Absurdität und Atmosphäre.

Der Plauener Künstler Alexander Nenskat collagiert, pasted, malt, installiert, druckt, fotografiert und layoutet. Dabei bewegt er sich fließend durch seine Slexeigene Welt sich von klassischen Gestaltungen, politischen Messages bis hin zu rein abstrakten Kompositionen erstreckt. Der Horizont ist offen.

Slex Nenskat über sich selbst: „Ich schaffe seit mehr als 15 Jahren zeitgenössische Kunst in Acryl, Lack und Papier in Form von Collagen. In diesen Jahren ist ein breites Spektrum an klein- bis großformatigen Kunstwerken entstanden, die ich auf Leinwand, Betonwänden oder ungewöhnlichen Untergründen wie Brotschneidebrettern präsentiere. Für die Werke bediene ich mich oft bei Tierbildern als sinnbildliche Darstellung und Widerspiegelung des Menschen oder der Gesellschaft. Für die Hintergrundeffekte nutze ich unter anderem Lackfarben in verschiedenen Techniken und positioniere darauf die vermenschlichten Tiere als Stencil oder Collage. Gesellschaftskritische Aspekte, alltagstypische Situationen oder einfach nur die menschlichen Typen „um die Ecke“ stehen im Fokus meiner Werke.“

Pablo (Georgien) Nr.34

„Datas Fuß“

Ein einzigartiger - mit anderen Worten, unverwechselbarer - Fuß von Data.

Vidam (Berlin) Nr.35

o.T.

Ich bin ein bildender Künstler und Illustrator aus Berlin. Ich liebe es, verrückte Charaktere und lustige Szenen zu malen, voller Farben, Liebe und Freude, aber auch poppig- surrealistische und abstrakte Elemente. Mein Hauptmedium ist die Wandgestaltung, aber ich male auch sehr gerne Leinwände, Holzplatten oder erstelle digitale Illustrationen für Kunden. Ich bin Teil der Streetartcrew THE WEIRD und mein Name bedeutet „glücklich“ auf Ungarisch…