Juliane Maria Hoffmann (Leipzig) Nr.61

"Schatten"

Ein paar Abdrücke und Schatten auf dem Boden bilden die Grundlage dieser standfesten Arbeit. Ursprünglich waren zwei Tische mit eingelassenen Schaltpanelen und Telefonen an dieser Stelle montiert. Von diesen Tischen aus wurden jahrzehntelang Ströme gesteuert und Entscheidungen getroffen. Das Verschwinden der Tische hinterließ einen vieldeutigen Leerraum bzw. einen Schatten, den die Künstlerin mit Beton aufgefüllt hat.

Als freischaffende Künstlerin erforsche ich die Themen meiner Kunst in interdisziplinären Arbeiten, die medial von Zeichnungen, Stickereien, Gravuren über Skulpturen, Soundcollagen, Performances bis hin zu raumfüllenden Raum-Klang- Installationen reichen. Dabei orientiere ich mich an Konzepten von Gemeinschaft, Arbeit, Kunst, Wissen, Intuition, Religion, Kommunikation und Bildung.

Darüber hinaus spielen Materialität und handwerkliche Umsetzung eine große Rolle. Gegenstand meiner künstlerischen Arbeiten sind die Wiedergabe beobachteter Zustände von Individualität und Gesellschaft, sowie Visionen imaginierter Welten und abstrakter Zeichen. Dabei interessiert mich die tiefgreifende Symbolhaftigkeit und wie intuitiv oder gesellschaftlich vorbestimmt individuelle Wahrnehmung wirklich ist.

Freizeitgruppe Gestaltung (Glauchau) Nr.62

"die Essenz der Kunst"

Die Freizeitgruppe Gestaltung ist ein Künstlerkollektiv aus Glauchau, das sich über verschiedene Medien von Installation, Malerei bis zur Performance mit Orten, politischem Zeitgeschehen und Geschichte auseinandersetzt. Die Freizeitgruppe, das ist eine Architektin, ein Maler mit Streetart- und Graffiti-Background und ein Freier Künstler. Das Kollektiv entstand 2014 auf der ibug und ist mit dem Festival noch immer stark verbunden. Industriebrachen von Deutschland bis Georgien, öffentliche Räume und Straßen bilden eine Art Spielwiese für die Freizeitgruppe Gestaltung. Charakteristisch ist dabei auch ein gewisser Hang zum Hedonismus im Schaffensprozess und ein großer Schuss Ironie als Teil der thematischen Auseinandersetzung.

Abriss bildet Raum - Raum ist Spielraum! Lass uns spielen!

Philipp Eichhorn (Halle) Nr.63

„Austausch“

Beide Teile des Wandbildes sind räumlich getrennt, stehen jedoch in Bezug zueinander. Grafisch gezeichnete Figuren schälen sich aus der Malerei. So entsteht ein Spiel des Austausches. Die Figuren sind einander ausgesetzt und interagieren miteinander. Sie öffnen oder verschließen sich. Sie geben und helfen oder nehmen und verwehren.

Philipp Eichorn (Jg. 83) lebt und arbeitet in Halle. Sein vielfältiges Arbeitsspektrum besteht aus Graffiti, Zeichnung, Malerei und Kunst am Bau. Dazu ein paar beschreibende Worte: Den Malereien von Philipp Eichhorn liegen zumeist Beobachtungen zugrunde welche er in seinem Umfeld macht. Es sind vor allem alltägliche Situationen am Rande der Gesellschaft. Sein Antrieb ist es, diese Themen in den Fokus zu rücken, den Betrachter zwingt das hinzuschauen. Oft ist die Szene abstrahiert und farblich überhöht, sodass erst ein poppiger, fröhlicher Eindruck entsteht, die eigentliche schwere und Tragweite des Themas folgt erst bei bei näherer Betrachtung. Quelle: Philipp Eichorn

Gosp (Leipzig) Nr.64

o.T.

In seinen figürlichen Prozessen erschafft Gosp seine eigene Bildsprache und entwickelt neue sowie unterschiedlichste mystische Wesen. Der Künstler kreiert eine eigene Welt mit ihren ganz individuellen und lebendigen Bewohnern darin.

Seine Arbeiten stehen stark im Zusammenhang mit unbewussten sowie zufälligen Prozessen und sind im Ergebnis als sehr persönlich zu verstehen.

Mittels einer für die Fassadenmalerei individuellen „Dotwork“-Technik entsteht in der Kombination mit seinen Figuren ein markanter Wiedererkennungs wert. Die figürlichen Kompositionen werden häufig mittels einer präzisen grafischen Technik Halt gebend ergänzt und in Szene gesetzt.