HNRX (Innsbruck/Hamburg) Nr.54
o.T.
HNRX, geboren 1993 in Innsbruck, ist ein aufstrebender Künstler, dessen Hauptquartiere in Innsbruck und Hamburg liegen. Sein künstlerischer Weg führt ihn durch verschiedene Städte, darunter Wien, München, Berlin, Bern, Hamburg und London. Diese geografische Vielfalt spiegelt sich in den Werken von HNRX wider, die eine reiche Mischung von Einflüssen und Perspektiven zeigen. Seine Leidenschaft für die Malerei manifestiert sich sowohl im urbanen Raum als auch in seinen Atelierarbeiten, in denen er sich gekonnt an der Schnittstelle zwischen Grafikdesign und bildender Kunst bewegt.
Die Arbeiten von HNRX sind eine Verschmelzung von Stilen und Techniken, die von der Urban Art beeinflusst sind und ein breites Spektrum an kreativen Ausdrucksmöglichkeiten bieten. Sein Stil zeichnet sich durch die Verschmelzung von klaren grafischen Elementen und einer kräftigen Farbpalette aus.
Sein Beitrag zur Kunstszene spiegelt nicht nur seine künstlerische Vielseitigkeit wider, sondern auch sein Engagement für die Erforschung neuer Ausdrucksformen in der urbanen Kunst. Mit dem 2018 gegründeten Urban-Art-Festival „Underbridge“, das jährlich in Innsbruck und Hamburg stattfi ndet, ist zudem ein wichtiges kulturelles Ereignis in den jeweiligen Städten entstanden, bei dem viele internationale Künstlerinnen und Künstler zu sehen sind.
Die künstlerische Entwicklung von HNRX ist von vielfältigen Arbeitsweisen geprägt. Sein Weg von den Wurzeln des Graffiti bis hin zu zeitgenössischen Ausdrucksformen zeigt nicht nur seine Fähigkeiten als Künstler, sondern auch seine Bereitschaft, sich kreativ weiterzuentwickeln.
Tom Händler (Döbeln) Nr.55
"Wankie"
Das Werk ist eine Landschaft aus abstrakten Köpfen & geometrischen Formen. Durch die geometrischen Formen in Schwarz und Pink entsteht eine starke Dynamik, während die Flächen mit den Köpfen lebendig und fast organisch wirken. Besonders die Fenster werden Teil der Komposition und erzeugen einen räumlichen Eindruck.
Angefangen habe ich mit Graffiti, klassische Buchstabendarstellungen. Seit ca einem Jahren liegt mein Fokus auf abstrakten Köpfen. Diese Köpfe sind aber nie allein: Sie verschmelzen mit Buchstaben, brechen Typografie auf und verbinden sich mit Formen, die irgendwo zwischen Chaos und Struktur schweben. Linien überlagern sich, Flächen kollidieren.
Meine Arbeiten bewegen sich genau an dieser Schnittstelle – zwischen Figur und Schrift, zwischen Ausdruck und Experiment. Es geht nicht nur darum, etwas darzustellen, sondern darum, Gedanken sichtbar zu machen: direkt, ungefiltert und immer mit einem persönlichen Vibe.
MOW (Oelsnitz / Erzgebirge) Nr.56
„Frames“
Diese malerisch, installative Arbeit spielt mit der Architektur des Umspannwerks. Die beiden Fenster wurden als Grundlage für ein wildes Farb- und Linienspiel genommen, das mit Verzerrung und Übertreibung die Perspektive verändert und so den Raum an sich öffnet. Endlich macht mal jemand die Fenster auf!
Der Oelsnitzer Künstler Martin MOW Tretner zeichnet sich durch einen engagierten Stil und durch die Mischung von Techniken wie Spraylack, Markern, Airbrush und Collagen aus. Seine markanten, illustratorischen Fähigkeiten setzt er in Kinderbüchern und Comics um. In seinen zeichnerischen Arbeiten kombiniert er bewusst übertriebene Perspektiven mit überzeichneten Charaktären und stark ausgearbeiteten Details. Seine Figuren nimmt er dennoch sehr ernst und integriert sie erzählerisch in ihre Bildlandschaft.
Seine malerisches Werk ist eher geprägt von starken bildlichen Metaphern, die gesellschafts- und sozialkritische Inhalte transportieren. Eine figürliche, teilweise fotoreale Ausdrucksweise kommt hier, bedingt durch die Arbeit mit Spraylack, zum Ausdruck. Ein wichtiges Element in seinen Arbeiten ist auf jeden Fall auch der Humor bis hin zur beissenden Ironie. Das lachende Auge findet man immer wieder in der ein oder anderen Form, die Kinder ebenso anspricht wie Erwachsene.
MOW über MOW: „Ich mochte schon immer Bilder, die eine Story haben. Kunst sollte, denke ich, schon irgendwie nachdenklich machen. Und das ist auch mein Anspruch an meine Bilder. Ich versuche Stimmungen zu erzeugen und Geschichten zu erzählen, ohne dabei die Dinge zu bewerten.“
Lapiz (Hamburg) Nr.57
„Retirement (is about exploring your wide open future)“
Der Titel [Übers.: „Ruhestand (bedeutet deine weite Zukunft zu erkunden)“] entstammt einer BMW-Werbung zum Abschied des damaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG Dieter Zetsche. Es ist purer Hohn angesichts der Minimalrenten / des geringen Lohns vieler beteiligter Mitmenschen. Zahlreiche „Geringverdiener“ bessern sich ihr Einkommen mit dem Sammeln von Pfandflaschen auf. Ist der Mensch überhaupt noch etwas wert in dieser Konsum- und Leistungsgesellschaft?
Der Hintergrund ist eine Interpretation des Musters einer Luxustasche. Zu erkennen sind die Symbole des Arbeitsamtes, das Hartz IV Symbol und das Logo der Tafeln. Der Grüne Punkt steht im übertragenen Sinne für das Einsammeln und Wiederverwerten von Konsummüll. Als Besonderheit wurden Teile des Bildes mit Blattgold vergoldet.
LAPIZ hat seine Arbeiten durch und durch der Gesellschaftskritik verschrieben. Seine farbenfrohen, lebendigen Schablonenarbeiten, die er auf großfl ächige Wände projiziert, decken die Ungerechtigkeiten unserer Welt auf. LAPIZ möchte mit seiner Kunst Werbung für die Wahrheit machen, Passanten aus dem Alltag reißen, sie aufwühlen und mahnen, sie miteinander ins Gespräch bringen und sie nötigen ihre eigene Haltung zu überdenken.
Slex Nenskat (Plauen) Nr.58
„Japanische Gewitterwolke“
Ein Umspannwerk mit Strom, kraftvolle Farben, ein Raum zur Verdichtung mit eigenem Mikroklima und eine allseits bekannte japanische Comicfigur - was braucht man mehr?
Der Plauener Künstler Alexander Nenskat collagiert, pasted, malt, installiert, druckt, fotografiert und layoutet. Dabei bewegt er sich fließend durch seine Slexeigene Welt sich von klassischen Gestaltungen, politischen Messages bis hin zu rein abstrakten Kompositionen erstreckt. Der Horizont ist offen.
Slex Nenskat über sich selbst: „Ich schaffe seit mehr als 15 Jahren zeitgenössische Kunst in Acryl, Lack und Papier in Form von Collagen. In diesen Jahren ist ein breites Spektrum an klein- bis großformatigen Kunstwerken entstanden, die ich auf Leinwand, Betonwänden oder ungewöhnlichen Untergründen wie Brotschneidebrettern präsentiere. Für die Werke bediene ich mich oft bei Tierbildern als sinnbildliche Darstellung und Widerspiegelung des Menschen oder der Gesellschaft. Für die Hintergrundeffekte nutze ich unter anderem Lackfarben in verschiedenen Techniken und positioniere darauf die vermenschlichten Tiere als Stencil oder Collage. Gesellschaftskritische Aspekte, alltagstypische Situationen oder einfach nur die menschlichen Typen „um die Ecke“ stehen im Fokus meiner Werke.“
