Gosp (Leipzig) Nr.51
o.T.
In seinen figürlichen Prozessen erschafft Gosp seine eigene Bildsprache und entwickelt neue sowie unterschiedlichste mystische Wesen. Der Künstler kreiert eine eigene Welt mit ihren ganz individuellen und lebendigen Bewohnern darin.
Seine Arbeiten stehen stark im Zusammenhang mit unbewussten sowie zufälligen Prozessen und sind im Ergebnis als sehr persönlich zu verstehen.
Mittels einer für die Fassadenmalerei individuellen „Dotwork“-Technik entsteht in der Kombination mit seinen Figuren ein markanter Wiedererkennungs wert. Die figürlichen Kompositionen werden häufig mittels einer präzisen grafischen Technik Halt gebend ergänzt und in Szene gesetzt.
Petonka (Leipzig) Nr.52
"LA LUCHA DE PETONKA"
In der Serie LA LUCHA DE PETONKA spielt die Künstlerin mit Vintage-Material aus dem mexikanischen Wrestling (lucha libre mexicana) und eigenen inszenierten Fotografien. Die daraus entstehenden Collagen werden zu Allegorien eines existenziellen Ringens – sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene. Die Maskierung spielt dabei eine besondere Rolle, da nicht nur dem Kämpfer oder der Kämpferin, sondern der Maske selbst Stärke, Macht und Schutz innewohnt. Jeder, der die Maske trägt, kann seinen eigenen Kampf aufnehmen und über sich hinaus wachsen. In ihrer Installation im UWE inszeniert petonka einen dieser Kämpfe großflächig mit elektrostatisch aufgeladenen Folien – ein visuelles Erlebnis, das Bewegung, Spannung und Transformation aufgreift.
Katja Hommel aka petonka ist eine Berliner Künstlerin mit sächsischen Wurzeln, die als freie Fotografin und Grafikdesignerin arbeitet. Mit ihren Fotografien, Paste-Ups, Objekten und Installationen schafft sie kontrastreiche und emotionale Werke, die zum Nachdenken und Innehalten anregen. Ihre Arbeiten speisen sich aus Erfahrungen und Einflüssen zahlreicher Lebensstationen – unter anderem auf Kuba, in Mexiko, Valencia und Berlin. Petonka nähert sich in ihren Werken spielerisch und intuitiv den scheinbar kleinen, dabei aber komplexen Aspekten des Daseins. Ihre Installationen agieren sensibel im Zusammenspiel mit Licht, Materialien und Objekten des jeweiligen Ortes.
Hifi (Dortmund) Nr.53
„Concrete & Steel“ (sculpture)
Die beleuchtete und sich bewegende Plastik ist eine humorvolle Hommage an Graffiti und Street Art. Im Zentrum steht die bewusst übertrieben karrikative Figur des Sprayers mit Maske und Roller als Schwertersatz. Die Teenage Ninja Turtles lassen grüßen. Um den „Malergott“ bewegt sich ein ICE im Kreis, der Wholetrain als episches Endziel, und unter ihm die Stadt als sein Reich aus Beton und Farbe.
Fassaden im Ruhrgebiet stelzen, Wale schweben singend durch eine grünblauvilott luminiszierende Landschaft die eigentlich schon längst unter Wasser steht. Häuser transformieren fließend in Gesichter und Geschichten, Roboter lernen endlich schwimmen: Willkommen in den Welten von Hifi aka Denis Klatt!
Hifi über sich selbst: Big walls.Surrealistic art „Seit 1994 bin ich ein aktiver Sprayer. Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen, lebe in Dortmund und bin vor allem für meine surrealistischen Fassadenbilder (Murals) bekannt, die der Betrachter meist erst entschlüsseln muss. Realistische Licht- und Schattensetzung sind mein technisches Steckenpferd. Oft sind surrealistische Motive gepaart mit aktueller oder lokaler Thematik Inhalt meiner Murals.“
Markus "Zone56" Esche (Glauchau) Nr.59
„Holzgebilde“
Markus Esche aka Zone 56 arbeitet bevorzugt mit der Sprühdose, Stift und Schablone. Mit diesen Tools ist aus seiner Leidenschaft für Styles und Hip Hop nicht nur eine eigenständige Form von Fotorealismus gewachsen sondern eine vielfältige Form des künstlerischen Ausdrucks von der Malerei bis zur Installation.
Seine fotorealistische Malweise mit der Dose zeigt er seit 2010 regelmäßig in Ausstellungen. 2015 schloss er sich der Crew um Rebel Art an – seither sind seine realistischen Fassadengestaltungen deutschlandweit aber vermehrt im Großraum Sachsen zu finden. Ebenso ist er seit 2014 Teil des Künstlerkollektivs „Freizeitgruppe Gestaltung“, mit dem er in den Bereichen Installation, Performance und Aktionskunst agiert.
Markus Esche über sich selbst: „Meine abstrakten Sachen fließen. Die Hand mit der Dose sucht sich ihren Weg und zieht eine Linie, an der alle anderen Linien ausgerichtet werden. Diese Linien sind meistens eine verformte Kopie der vorangegangen Linie. Somit entsteht ein wellenförmiges Gebilde was durch seine besondere Form Tiefen und Höhen erzeugt. Die Bilder entstehen eher aus Zufall und intuitiv. Desweiteren nutze ich das Medium Foto, um es künstlerisch auf die Leinwand oder Wand zu projizieren. Ich arbeite teilweise mit meinen Fingern in die Farbe hinein damit es nicht zu steril und sauber wirkt.“
Herr Orm (Dortmund) Nr.60
o.T
Herr Orm aka Markus Becker ist zum einen Sozialarbeiter in Recklinghausen, der Graffiti in der Jugendarbeit nutzt und zum anderen ein einzigartiger Künstler. Seine Malereien sind geprägt von einem freien, sehr grafischen und wunderschön rotzigen Strich. Seine Inspiration, ist das Alltägliche, das spontane Geschehen um ihn herum und all das was ihm beim Malen in den Sinn kommt. Absurde Wesen, irgendwie, irgendwo zwischen Tier, Mensch und Einrichtungsgegenstand einzuordnen, besiedeln seine Gedankenwelt, die er uns auch mit einem lachenden Auge entgegen knallt. Seine Wurzeln liegen im Graffiti dessen Grenzen er aber regelmäßig sprengt. Neben der Arbeit mit der Dose installiert Herr Orm auch mal, collagiert, baut Plastiken oder bemalt Turnschuhe wenn es sich ergibt. Frei von der Leber weg, Herr Orm halt.
